Sonntag, 20. Dezember 2015

Rezension: Mucksmäuschentot - Gordon Reece






Titel: Mucksmäuschentot
Autor: Gordon Reece
Verlag: Fischer Verlag
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99€ [D]
Seitenanzahl: 342
Reihe: -








"Zum ersten Mal in meinem Leben kam mir der Gedanke, dass der Verlust eines Menschen vielleicht doch nicht so viel bedeutete. Möglicherweise war er ebenso bedeutungslos, wie wenn man eine Fliege an der Scheibe zerdrückte. Vielleicht veränderte sich das Gefüge des Universums kein bisschen."


Klappentext:

"Shelley, Liebes, du brauchst keine Angst zu haben. Er will nur Geld. Wenn wir tun, was er sagt, lässt er uns in Ruhe und geht wieder." Ich glaube ihr nicht. Ihre zitternden Hände und ihre Stimme verrieten mir, dass sie es selbst nicht glaubte. Wenn eine Katze ins Mauseloch eindringt, lässt sie Mäuse nicht ungeschoren davonkommen. Ich wusste, wie die Geschichte enden würde.

Meinung:

Die mittlerweile 16-jährige Schelley wurde in der Schule von ihren ehemals besten Freundinnen gemobbt. Sie hat nie jemanden davon erzählt - zu groß war ihre Angst vor den Konsequenzen. Sie schreib jedoch alles in ihr Tagebuch. Als ihr in der Schule auf der Toilette ihre Harre angezündet werden, bleibt dies von den Lehrern nicht unbemerkt.
Ihre Mutter findet ihre Tagebuch, als Shelley wegen ihrer Verbrennungen in einem Krankenhaus ist und liest von den Ereignissen in der Schule und Shelley geplantem Suizid. Ihre Mutter fällt aus allen Wolken und versucht alles mögliche, um die Mädchen, die ihrer Tochter das angetan haben, für ihre Taten zu bestrafen, allerdings streiten diese alles ab und so kommt es nicht ganz, wie sie es gerne haben wollte.
Shelley und ihr Mutter entscheiden sich daraufhin, dass Shelley ab sofort Privatunterricht bekommt und ziehen in ein Haus auf dem Land, wo sie ihre Ruhe vor allem haben.
Bis eines nachts ein Einbrecher in ihrem Haus steht.
Bis alles ganz anders läuft, als geplant.
Bis Opfer zu Tätern werden.

Man lernt Shelley sehr gut kennen und erkennt auch sofort, dass sie die klassische "Opferrolle" trägt. Sie kann sich nicht wehren. Sie kann niemandem etwas erzählen. Sie ist das Abbild ihrer Mutter, die Jura studiert hat, in einer Kanzlei arbeitet. 
Für wenig Geld erledigt sie die Arbeit eines Anwalt und traut sich auch nicht, irgendetwas dagegen zu unternehmen.
Bis zu dem Zeitpunkt, nach dem Tod des Einbrechers, sind sie mucksmäuschenstill. Doch mit dem Mord an den Einbrecher verändert sich ihr Leben und sie lernen Seiten kennen, von denen sie nichts wussten. Zunächst sind sie erschrocken darüber, aber sie finden immer mehr Gefallen an ihrem neuen Leben.

Natürlich folgt danach noch eine ganze Menge, die die Spannung hält und man weiß bis zum Schluss nicht, wie die Geschichte endet.
Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und ziemlich raffiniert aufgebaut. 
Für ein Jugendbuch fehlt allerdings, meiner Meinung nach, die Moral - Shelley hat keinerlei Schuldgefühle nach der Tat. Im Gegenteil, sie spürt Gefallen an dem, was sie gemacht hat und was sie tut. 
Ebenfalls ist der Schreibstil ziemlich leicht gehalten und man kommt so recht schnell durch die Seiten - die Spannung trägt den Rest dazu bei, sodass man das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen hat.

Bewertung: 

Sims 3 Resort – Bewertung: vier Sterne



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